Washington DC

Seit drittem Januar bin ich jetzt in der Hauptstadt der Welt, ... ähm .. der USA. Hier verbringe ich sechs Wochen im Rahmen eines Praktikums im Büro der Congresswoman Judy Biggert.

Schon nach wenigen Tagen und erst recht nach der ersten Woche hier lässt sich feststellen, das Washington tatsächlich eine besondere Stadt ist. Von einem Franzosen geplant, spürt man noch heute hier das europäische Flair. Die Stadt ist sehr grün und von riesigen Wolkenkratzern fehlt jede Spur. Da sich in dieser Stadt viel Geschichte verbirgt, habe ich bis jetzt auch jede freie Minute genutzt diese zu erkunden. Das beeindruckende ist, dass ich diese ganzen Monumente und Gebäude bisher nur von Bildern kannte. Jetzt habe ich die Ehre sie im Original zu betrachten oder sogar meinen Arbeitstag in ihnen verbringen.

Allerdings verbirgt sich in dieser Stadt nicht nur viel Geschichte sondern mindestens genauso viel Politik. Und so geht es jemandem hier fast, wie einem Saarbrücker Zeitung Abonnenten der dazu den Saarländischen Rundfunk hört. Man bekommt das berichtet was die Berichterstatter für wichtig halten. Bekommt man im Saarland den FCS aufgeschwatzt, sind es hier Hillary’s Tränen und Giuliani’s Frauen die den Leser/Hörer interessieren zu haben! Alles eigentlich eher nur Dinge für Minderheiten. Aber was soll’s. Man muss sich dann eben seine Quellen aussuchen und aus all dem Wust von Informationsmüll das Wesentliche herausfiltern. Ab und zu bekommt man dann auch interessante Veranstaltungen mit. Und so konnte ich schon zwei Diskussionen, einmal mit der Ex US Außenministerin Madeleine Albright und eine andere mit Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, beiwohnen

Basispolitik, fernab von Hilary’s Tränen und Obama’s Charme, gibt es täglich im Büro meiner Congress Abgeordneten. Hier gehört es zu meinen Aufgaben Anrufe von besorgten Wählern entgegenzunehmen und Wählerbriefe zu lesen und zu beantworten. Das ist teilweise sehr interessant, weil man hier so richtig mitbekommt, was die Leute hier bewegt und das spiegelt nicht unbedingt das wieder, was von der US Regierung das Außen publiziert wird. Ab morgen tagt das „House“ wieder und ich hoffe, dass sich dann mein Aufgabenfeld noch etwas erweitern wird.

Ich bin auf jeden Fall sehr froh im Büro einer Republikaner Abgeordneten arbeiten zu dürfen. Bis jetzt hatte ich nur bei Demokraten gewohnt, bin von Demokraten unterrichtet worden und hatte Freunde die die „Demons“ favorisieren. Das erzkonservative Bild, dass ich von den Republikaner bis vor einer Woche hatte, konnte sich nämlich nicht bestätigen. Die Leute in meinem Office scheinen teilweise Liberaler zu sein als man es erwarten könnte.

Das war jetzt mal eine Grobe Beschreibung von meiner ersten Woche hier. Weiter Infos folgen.

15.1.08 04:37

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