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Atlanta die II.

Am vergangenen Wochenende war ich noch mal bei Marco in Atlanta zu Besuch. Diesmal entschied ich mich allerdings für die bequemere Anreise via Flugzeug.
Zur Fliegerei in den USA ist zu bemerken, dass das alles relativ easy und unkompliziert geht. Unsere Deutsche Bahn könnte sich von den amerikanischen Airlines teilweise mal eine Scheibe abschneiden. Buchung -> schnell und bequem online, Check-in auch online, zu früh oder zu spät am Flughafen, einfach die frühere oder spätere Maschine nehmen. Ohne Aufpreis!

Nach einem gute einstündigen Flug wurde ich von Marco am größten Flughafen der USA in Empfang genommen. Schnurstracks und mit heller Vorfreude ging es zu Kurt. Wer regelmäßig die Auswanderer Sendungen schaut, dürfte Ihn sogar kennen. Er betreibt in Atlanta ein deutsches Restaurant. Für mich hieß das endlich noch mal Schnitzel mit Spätzle und dazu ein kühles Franziskaner Weizenbier. Sehr lecker!

Nach meiner Anreise am Donnerstag war Freitags dann Sightseeing angesagt, bevor es abends in der Philipps Arena zum Basketballspiel der Atlanta Hawks gegen Dirk Nowitzki’s Dallas Mavericks ging.
Die Tickets für die Partie hatte Marcos nette Gastmutter über ihre Firma organisiert. Und so durften wir das Spiel auf Plätzen verfolgen, die so viel Kosten wie meine Dauerkarte für den Betze in einem Jahr. Positiv außerdem war dann das Spiel (Event) selbst. Aus einer Mischung von Sport und Show wurde man bestens unterhalten und die Zeit verging wie im Flug.

Am Samstag Abend machte ich mich dann wieder auf den Heimweg und war in dem 100-Sitze-Flieger, der gerade mal mit ca. 30 Fluggästen besetzt war, recht einsam.

Die kommenden zwei Wochen werden bei mir recht stressig. Eine 10 seitiges Projekt für meine Politik Klasse gilt es zu erledigen außerdem stehen noch diverse Tests an.
Ich werde mich dann vermutlich in drei Wochen hier noch mal zu Wort melden um vom Ski-Wochenende in Colorado zu berichten.



Rockin' in the Rockies

Am Montag bin ich aus Denver,CO zurückgekehrt, wo Andi, Marco, Robin und ich ein verlängertes Wochenende zum Skifahren genutzt haben.

Von Freitag bis Sonntag durften wir fantastischen Vier unsere Alpine Erfahrung  auf einem bzw. zwei Brettern unter Beweis stellen. Ca. 100 Kilometer westlich von Denver und 30 Kilometer östlich von Vail war der Copper Mountain unser Ziel.

Viel Außergewöhnliches gibt es von diesem Wochenende eigentlich nicht zu berichten. Die Fotos zeigen eigentlich alles. Nur schade, dass ich wohl nicht genug Zeit und finanzielle Mittel habe um die Rocky Mountains im Sommer noch mal zu erkunden. Denn im Vergleich zum landschaftlich eher unspektakulären Mittleren Westen waren die Berge eine sehr willkommene und schöne Abwechslung.

Thanksgiving

Die letzten Tage waren sehr relaxed. Am Donnerstag war Thanksgiving. Wohl der höchste US Feiertag. Der Tagesablauf lässt sich allerdings recht simpel und schnell beschreiben. Sind nämlich lediglich 3 Dinge von Bedeutung: kochen, essen, ausruhen. Für meinen Gastvater Jon, mein Gastschwesterchen Jackie und mich war allerdings zuvor noch schwitzen angesagt. Morgens um acht Uhr fiel nämlich der Startschuss zum 10. „Naperville Turkey Trot.“ Einem drei Meilen Lauf durch Naperville. Sage und schreibe über 5000 sportbegeisterte Läufer fanden sich ein, um bei eisiger Kälte die 5 Kilometer zu bewältigen. Jacki, Jon und ich hatten nach knapp 30 Minuten den Zielstrich vor Augen und brauchten damit ungefähr doppelt so lange wie der Sieger. Nichtsdestotrotz war das für uns eine respektable Leistung, waren wir doch so ziemlich als letzte ins Feld gestartet.
Danach galt es dann aber den üblichen US Amerikanischen Thanksgiving Tagesablauf zu befolgen.

Der Freitag nach Thanksgiving bedeutet für viele Amerikaner mitten in der Nacht aufstehen um sich früh morgens die günstigen Schnäppchen in den Kaufhäusern zu sichern. Der „Black Friday“ läutet damit auch die Weihnachtsshopping Zeit ein. Meine Familie ist hier allerdings eher untypisch. Die Jeambeys haben nämlich schon so gut wie alle Einkäufe vor Thanksgiving erledigt. Somit konnten wir die Geschenke bereits am Freitag Mittag unter den zuvor aufgestellten Plastik Christbaum legen.
Nein, ich habe mich nicht im Monat geirrt. Es ist erst Ende November. Naja, andere Länder andere Sitten.

Da Amerikaner auch an anderen Sitten und Gebräuchen interessiert sind, gibt es seit ein paar Jahren in Chicago einen Deutschen Weihnachtsmarkt. Also machten sich Tracy, Riccardo (beide habe ich am College kennen gelernt) und ich auf den in den Loop ein wenig heimatliches Flair zu genießen. Und tatsächlich, konnte man auf dem Weihnachtsmarkt zu „O du fröhliche“ Klängen eine Schnitzelweck für $6,75 und einen ebenso teuren Glühwein genießen.