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Nashville

Vergangenes Wochenende war “WildBoys” Treffen in Nashville angesagt. Also machte ich mich am Freitag mit meinem ersten Innlandsflug auf den Weg in die “Music City”.

Stadt und Herberge ausgesucht hat “WildBoys” Mitglied Josef der in Kalifornien kurz vor der mexikanischen Grenze stationiert ist. Er ist naemlich der Musikliebhaber in unserer Gruppe und wollte deshalb unbedingt die musikalische Seite von Nashville erkunden. Um ihn da nicht alleine im Stich zu lassen, haben Marco, Christof und ich beschlossen ihm dabei Gesellschaft zu leisten. Ines, die sich von unseren Warnungen nicht hat abschrecken lassen war auch mit von der Partie.

Wer jetzt einen ausfuehrlichen Bericht zu den historischen Bauten in Nashville erwartet, den muss ich leider enttaeuschen. Diesbezueglich gibt es in N-Town naemlich genau so viel bzw. so wenig zu sehen wie in jeder anderen amerikansichen Stadt dieser Groesse auch. In der ganzen Stadt dreht sich das Leben hauptsaechlich um die Musik insbesondere die Country Musik. Des einen Freud, des anderen Leid. In einer Partystrasse wo sich eine Kneipe dirket an die naechste anschliesst ist man als jemand, der Counrty Musik nicht als sein Steckenpferd ansieht, leider fehl am Platz. Denn aus jeder Bar ertoent mindestens dreimal pro Abend “Sweet Home Alabama”, was bis zu diesem Wochenende auch doch zu einem meiner Leiblingslieder gehoerte.
Nichtsdestotrotz laesst sich unter bestimmten Umstaenden auch dieses Lied um 1:00 Uhr nachts zum x-ten Mal mit dem Cowboy auf der Buehne mitsingen.

Nach der Besichtigung der “Jack Daniel’s” Destillery am Samstag und einem hervorragenden Barbecue am Samstag abend in unserm Hostel (das beste in ganz Tennessee) aehnelte der Rest des Samstags sehr dem Vorabend.
Nachdem am Sonntag dann Plaene fuer weitere Treffen geschmiedet wurden, ging es fuer mich auch wieder auf den Heimweg.

Alles in Allem ist das Wochenende nicht zuletzt auf Grund der Eigenarten von uns 4 Jungs unter der Kategorie “gelungen” abzuhaken.



American Politics

Die vergangenen drei Wochen standen bei mir ganz im Zeichen der Amerikanischen Politik. Vor drei Wochen war Rudy Giuliani zu Gast an meinem College. Er war der Buergermeister von New York während der Anschläge des 11. Septembers. Giuliani ist ein möglicher Präsidentschaftskandidat für die Republikaner bei den Wahlen im kommenden Jahr. Er hielt eine 20 minütige Rede über seine Wahlkampfstrategie und hatte große Freude daran Hillary Clinton zu veralbern. Das Fazit nach diesem Ereignis ist, dass US Politik viel Show, viel Baseball, viel verhöhnen der anderen Kandidaten und insbesondere bei Giuliani der Terror, die Aufrüstung der Armee und wenig wirklich Wichtiges ist.

Letzte Woche waren zwei Autoren von der Satire Zeitung “The Onion” zu Gast an meinem College. Eigens aus ihrem Büro aus New York eingeflogen wurden die Zwei erst zu einem Abendessen eingeladen, an dem ich glücklicherweise auch teilnehmen durfte. Dabei wurde mir bewusst, dass es sich bei den Beiden nicht um irgendwelchen Zeitungsfutzies handelt, sondern dass sie hier sehr angesehene Leute sind. Meine Sitznachbarin war ganz aufgeregt als sie das Zimmer betraten und meinte: “They are like Rockstars”.
Zwei Stunden lang präsentierten sie dann in der Aula des Colleges vor rund 600 Leuten witzige Artikel aus der Vergangenheit. Kann nur jedem raten mal die Website von “The Onion” zu durchstöbern. Ist echt sehr amüsant.

Den Höhepunkt meiner Politischen Aktivitäten erreichte ich dann am vergangenen Freitag. Nach einem weiteren Auswahlverfahren, das ich durchlaufen musste – da bin ich bei meiner Rückkehr nach Deutschland glaube ich wirklich Profi drin – bekam ich eine Zusage für ein Internship in Washington DC.
Fünf Teilnehmer meines Austausch Programms bekommen nämlich jedes Jahr die Möglichkeit ein Praktikum am Amerikanischen Congress in Washington DC zu absolvieren. Von Anfang Januar bis Mitte Februar werde ich also im Office der Abgeordneten meines Counties arbeiten. Für mich ist das eine große Chance die Hauptstadt der USA und das politische Leben hier etwas näher kennen zu lernen. Ich freue mich natürlich sehr auf diese Herausforderung.